Bewertung von Rechten und Belastungen
In wirtschaftlicher Wirkung erfasst und nachvollziehbar bewertet
Rechte und Belastungen als Bestandteil der Wertermittlung
Rechte und Belastungen sind im Rahmen der Wertermittlung darauf zu untersuchen, ob und in welchem Umfang sie den Wert einer Immobilie beeinflussen.
Sie können den Verkehrswert eines Grundstücks erheblich erhöhen oder mindern, entscheidend dabei ist, welche wirtschaftliche Bedeutung sie für das Grundstück haben. Rechte und Lasten ergeben sich insbesondere aus dem Grundbuch, öffentlich-rechtlichen Verzeichnissen oder vertraglichen Vereinbarungen. Ihr Einfluss wird eigenständig geprüft, bewertet und als Zu- oder Abschlag in die Wertermittlung einbezogen.
Rechte und Belastungen als Gegenstand der Wertermittlung
Wirken Rechte oder Belastungen nicht nur auf den Grundstückswert, sondern verfügen über einen eigenständigen wirtschaftlichen Wert, können sie auch selbst Gegenstand der Bewertung sein. Ermittelt wird der wirtschaftliche Vorteil aus Sicht des Berechtigten oder Anspruchsinhabers, z.B. bei einem Wohnungsrecht oder rentenähnlichen Zahlungsansprüchen.
Typische Rechte und Belastungen
Beispiel
Ein lebenslanges Nießbrauchrecht kann den Verkehrswert einer Immobilie deutlich mindern, da dem Eigentümer die Nutzung und die Erträge nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Der Berechtigte kann die Immobilie selbst nutzen oder Einnahmen daraus beziehen. Dadurch ist die wirtschaftliche Verwertbarkeit für den Eigentümer und potenzielle Erwerber eingeschränkt.
Honorar
Die Vergütung richtet sich nach dem konkreten Bewertungsgegenstand und dem Umfang der erforderlichen Herleitung. Da die Bewertung häufig eine vertiefte rechtliche und wirtschaftliche Einordnung erfordert, erfolgt die Honorarvereinbarung auf Grundlage der jeweiligen Fragestellung.